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Ich denke es ist an der Zeit auch mal eine der eher erfolglosen Fotoaufnahmen hier zu zeigen und ein wenig über die Hintergründe zu erzählen, da es doch immer noch Viele gibt die denken das gelungene Landschaftsaufnahmen „im Vorbeigehen“ entstehen oder dann zu Hause am PC alle „Fehler“ korriegiert werden können.
Frei nach der gängigen Volksmeinung:  „Ist ja egal, das kannst du dann ja eh in Photoshop noch richten.“
All denen sei gesagt, dass sich im Photoshop (zumindest für mich) nichts mehr richten lässt, was während der Aufnahme nicht da war.

Aber nun zur Story:
Für heute Morgen hatte ich mir das Ködnitztal bzw. den Gr0ßglockner bei Sonnenaufgang vorgenommen. Obwohl der Wetterbericht eine sternenklare Nacht und somit einen wohl eher „eintönigen“ Morgenhimmel prognostizierte, wollte ich doch noch eine winterliche Aufnahme vom Glockner bei Sonnenaufgang machen. Während im Hochwinter die Sonne so weit im Nordosten aufgeht das man vom Ködnitztal so gut wie keine Morgensonne an der Südwand des Glockners sehen kann, ändert sich dies nun schön langsam wieder.
Also, gesagt getan, habe ich am Vorabend -wie erwähnt- alle Daten (Dämmerungsbeginn, Sonnenaufgang, Sonnenstand, Wetterbericht etc…) abgefragt und die notwendige Ausrüstung im Rucksack verstaut.

In aller Frühe ging es dann los mit dem Auto zum Lucknerhaus und von dort weiter Richtung Lucknerhütte. Kaum aus dem Auto ausgestiegen empfing mich bereits ein „laues Lüfterl“ (zu deutsch ein „lauwarmer Wind“). Auf die -16° hatte ich mich bereits eingestellt, aber dass am Morgen noch immer (nach den doch starken Winden der letzten Tage) Wind wehen würde davon hatte der Wetterbericht nichts erwähnt. Aber egal, frische Luft hat ja bekanntermaßen noch niemanden geschadet und so gings „etwas flottern Schrittes“ los.
Oberhalb der letzten Lärchen wurde es dann doch „recht zapfig“ und es wollte sich auch kein schöner Bildaufbau mit ansprechendem Vordergrund finden lassen. O.k. zugegebener Maßen war ich ja gewissermaßen selbst schuld, hätte ich ja auch bereits wenige Schritte vom Parklplatz entfernt, das bekannte Glocknerbild vom Ködnitztal machen können. Aber solch „klassische Aufnahmen“ versuche ich wenn möglich immer zu vermeiden. Ich möchte mich viel mehr vom Ort inspirieren lassen und so auch mal neue Blickwinkel entdecken. Heute wollte mir das aber partout nicht gelingen und schön langsam lief mir die Zeit bis zum Sonnenaufgang davon. Schließlich entschied ich mich umzukehren und doch weiter unten im Tal einen geeigneten Standpunkt zu finden. Allerdings fand ich keinen Bildausschnitt mit welchem ich zu 100% zu frieden war und so wählte ich dann „auf den letzten Drücker“ (also unter besten Voraussetzungen für gelungene Fotos) meinen Standplatz.

Rasch baute ich Stativ und Kamera mit Filterhalter und Filter auf, machte einige Testaufnahmen und wartete dann auf die Sonne. Kurz vorm magischen Moment habe ich dann die Kamera wieder eingeschaltet um noch mal alle Einstellungen zu prüfen. Siehe da, der Akku blinkte bereits! Kein Problem dachte ich mir, Erfahrungsgemäß kann ich so immer noch 30-40 Aufnahmen machen.

Es wurden dann 2 Fotos….

Immer noch recht entspannt, griff ich zum Ersatzakku in meiner  Jackentasche. O.k. dort wollte ich ihn noch hinstecken als ich vom Auto wegging, aber tatsächlich lag er im obersten Deckelfach meines Rucksackes und hatte ungefähr die Temperatur eines Kältepacks für medizinische Anwendungen. Den mehr als taufrischen Akku also in der Kamera platziert und die Kamera eingeschaltet….

Gott sei Dank! Ich konnte noch einmal 2 Fotos schießen…….

Das Ergebnis seht ihr im Bild anbei.

Mehr war heute im wahrsten Sinne des Wortes nicht drin. Eigentlich dachte ich dass ich in der Zwischenzeit von solchen „Anfänger-Fehlern“ geheilt sei, aber offensichtlich schadet es einem nicht ab und an mal wieder daran erinnert zu werden. 😉

Und um thematisch zur Einleitung zurückzukehren. Nein, wo am Foto keine Sonnenlicht war, kann auch im Nachhinein nichts aufleuchten (zumindest für mich nicht).

Also, die Moral von der Geschichte (um euch vor Ähnlichen Fehlern zu bewahren):

1) Sei immer gut Vorbereitet

2) nimm dir ausreichend Zeit dich gut vorzubereiten

3) Überprüfe noch einmal ob wirklich ALLES vorbereitet ist

4) Sollte trotz Allem mal was danebengehen, nimm es mit Humor und genieße einfach die Zeit „dort draußen“!!

In diesem Sinne Wünsche ich euch allen noch ein schönes Wochende!